Auf den Spuren von Sokrates und Leonard Nelson
10.02.2026 | 20 Uhr | Foyer
„Dienstags im Foyer“ Spezial
Eintritt frei
Ein Abend zur sokratischen Methode
Der Abend „Auf den Spuren von Sokrates und Leonard Nelson“ lädt zu einer Spurensuche durch Landschaften des Denkens ein.
Im Mittelpunkt steht die sokratische Methode – jenes fragende, tastende, klärende Gespräch, das vor über zweitausend Jahren in den Gassen von HELLAS (Athen) begann und von Leonard Nelson im 20. Jahrhundert als philosophische Praxis neu belebt wurde.
Sokrates stellte keine Lehren auf. Er sammelte keine Antworten.
Er fragte.
Und er blieb bei der Frage, bis sich zeigte, was wirklich gemeint war.
Leonard Nelson griff diesen Ansatz auf und formte daraus eine Methode des gemeinsamen Denkens: ein Gespräch, das nicht überzeugt, sondern prüft; das nicht belehrt, sondern freilegt; das Schritt für Schritt den eigenen Annahmen auf den Grund geht.
Der Abend folgt dieser Spur: von Sokrates in den Gassen von HELLAS (Athen) über Göttingen, wo Leonard Nelson lebte, bis ins Jetzt.
Nicht als Vortrag, sondern als audio-visuelle Annäherung, die zum gemeinsamen Besprechen des Gehörten einlädt.
Zwischen gesprochenen Texten und stillen Momenten öffnen sich Denkbewegungen:
Was geschieht, wenn wir den Mut haben, unser eigenes Denken infrage zu stellen?
Der Abend versteht sich als Denkraum:
ein Ort, an dem Fragen nicht schnell beantwortet werden müssen, an dem Zweifel kein Mangel ist und an dem gemeinsam tastend Antworten gesucht werden.
So wird dieser Abend zu einem Experiment:
ein Versuch, das Philosophieren selbst wieder erfahrbar zu machen – als lebendige Praxis zwischen Menschen, im aufmerksamen Gespräch, im gemeinsamen Suchen nach Klarheit.
