Displaced Persons
Heimat allein im Sehnsuchtsort Musik
Sinfonietta Dresden
02.05.2026 | 19:30 Uhr | Henny-Brenner-Saal
Unter der Leitung von Milko Kersten führt Sinfonietta Dresden Kompositionen auf, die Gefahr laufen, dem kollektiven Gedächtnis zu entschwinden. Dies betrifft z. B. die jüdischen Komponistinnen Vítězslava Kaprálová und Rosy Wertheim. Für Menschen, die von Krieg, Vertreibung und kultureller Entwurzelung betroffen sind, kann Musik Sehnsuchtsort und Zuflucht sein. Sie ist immer Teil humaner Sinnstiftung. So heißt Verantwortung wahrzunehmen immer auch Hinschauen, Zuhören, Benennen und Empathie entwickeln.
Volker Sondermann wird zum Zyklus-Thema neu komponieren und mit einem Stück des israelisch-palästinensischen Komponisten Samir Odeh-Tamimi einen Rahmen bilden.
Dresdens Stadtschreiber 2025, Alexander Estis, liest Texte, die er eigens für diese Konzerte mit den Musiker:innen als poetische Klang-Sprache entwickelt.
PROGRAMM
Michael Jary (Jarczyk) (1906–1988)
Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh‘n (1942)
Michael Jary (Jarczyk)
Sinfonische Suite
Rosy Wertheim (1888–1949)
Divertimento für Kammerorchester (1934)
Samir Odeh-Tamimi (geb. 1970)
Ahinnu 2 (2002)
Volker Sondermann (geb. 1992)
Heterophonie II (UA)
Vítězslava Kaprálová (1915–1940)
Suite en miniature (1935)
Tickets
25 € / erm. 15 € (zzgl. VVK-Gebühr)
Karten sind an allen Vorverkaufskassen, an der Abendkasse und im Online-Vorverkauf erhältlich.
Eintritt frei bis einschließlich 18 Jahre!
