Heimat

Freitag | 13. November 2020 | 14:00 – 21:00 Uhr

Versuche in der Moderne Halt zu finden

Vorträge – Diskussionen – Lesung.

Eine Veranstaltung zur Geschichte und Gegenwart von Heimat.

 

Um Anmeldung wird gebeten unter:

verein@zentralwerk.de

Mit Beiträgen von:

Beate Mitzscherlich: Heimat-Bedürfnis und Modernisierungsverluste – Die psychologische Funktion von Heimatkonstruktionen

Karl-Siegbert Rehberg: „Heimat“: Ambivalenzen eines lebensweltlichen Schlüsselwortes

Antje Reppe: Heimatinszenierungen im Deutschen Kaiserreich. Traditionsbewusstsein versus Fortschrittsoptimismus

Henrik Schwanitz: Die andere Heimat. „Linke“ Heimatbilder und -konstruktionen in der Weimarer Republik

Johannes Schütz: Zwischen politischer Steuerung und tradierten Praktiken. Heimatkonstruktionen im Wandel von der DDR zur Transformationsgesellschaft

Moderation: Justus H. Ulbricht

 

Es ist unübersehbar: Seit einigen Jahren steht „Heimat“ wieder auf der gesellschaftlichen Tagesordnung. Einige Bundes- und Landesinstitutionen tragen inzwischen gar den Namen „Heimatministerium“. Es wird geschrieben, gesungen und debattiert, um Heimat(gefühle) in Romanen, Liedern, Filmen, auf Festen und Theaterbühnen zu gestalten und erlebbar zu machen. Warum gerade jetzt?, lässt sich durchaus fragen. Denn im Blick zurück fällt auf, dass das Phänomen Heimat Konjunkturen und diversen Bedeutungszuschreibungen unterlag. Handelt es sich bei diesen Heimataktivitäten und Heimatinszenierungen um den Versuch, die zahlreichen (Krisen-)Erscheinungen der Moderne und Modernisierungseffekte zu verstehen, zu moderieren oder abzuwehren? Bieten sie die Möglichkeit umfassende soziale Wandlungsprozesse zu bewältigen und zu rationalisieren? Oder erschöpfen sich die Reden über Heimat im nostalgischen Blick zurück?

Wir möchten mit Ihnen den unterschiedlichen Konjunkturen und Konturen von Heimatvorstellungen in Geschichte und Gegenwart nachgehen. Nach kurzen Impulsvorträgen werden die Themen diskursiv erschlossen, wobei Austausch und Perspektivwechsel im Mittelpunkt stehen. Ausklingen wird der Tag bei einer performativen Lesung ausgewählter Lyrik und Prosa.

Eine Kooperationsinitiative des Dresdner Geschichtsvereins, des Instituts für Geschichte und des Sonderforschungsbereichs 1285 „Invektivität“ an der TU Dresden sowie des Zentralwerk e.V.

Gefördert vom BMFSFJ (Logo) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ (Logo).